Trotz Schmerz Glückseligkeit spüren

Im November geht „mein 2. Leben“ – so nenne ich es seit dem Tod meines Sohnes – auf die 10 Jahre zu. Unglaublich, wie die Zeit verging … unfassbar, was man in dieser Zeit ertragen konnte.

Bild: © Alexandra Hafner

 

Noch so genau erinnere ich mich daran, wie wir mitten in der Nacht vom Tod unseres Sohnes erfuhren. Diese Erinnerung zerreißt mir noch heute mein Herz in viele kleine Stücke!

Vor Tagen sah ich einen Bericht über Susen Tiedtke, eine berühmte Ex-Olympia-Siegerin, die auch ihren Sohn verloren hat. Sie berichtete über eine Nahtoderfahrung, die sie erlebte.

Auch ich hatte ein ähnliches Erlebnis. Ich würde es nicht unbedingt als Nahtoderfahrung bezeichnen, sondern eher „als Traum, den mir mein verstorbener Sohn sendete.“ Nach seinem Tod schlief ich eine ganze Weile in seinem Bett … am liebsten hätte ich es nie mehr verlassen. Ich erinnere mich an viele wirre, furchtbare Träume, und jedes Aufwachen am Morgen war ein „Alptraum“. In einer Nacht jedoch hatte ich einen Traum, der mir bis heute unvergesslich ist …

… Mein Bewusstsein schwebte in einer Welt mit dem angenehmsten und harmonischsten Licht, das ich je in meinem Leben erlebte, und ich fühlte die angenehmste Wärme, die man sich vorstellen kann. Ich fühlte und sah Glückseligkeit… In meinem ganzen Leben habe ich niemals etwas bezaubernd Friedvolleres gefühlt.

Vielleicht war dies ein Wunschtraum oder eine Wahnvorstellung, aber dieses pure Glück in meiner schwersten Lebenszeit zu spüren, hat mir meiner Empfindung nach der Himmel geschickt. Es war mein erster Lichtblick in dunklen Tagen. Ganz fest behalte ich meine herrliche Erfahrung im Herzen.

Der Schmerz vergeht nie … aber mit angenehmer Ablenkung und allem, was aus dem Herzen kommt, kann man den Schmerz immer wieder und immer länger beiseiteschieben. Wir müssen unser Leben schaffen und können uns danach auf unsere Lieben, Frieden und Wundervolles freuen.

Liebe Grüße

Eure Alexandra

Bild: © Alexandra Hafner

 
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