Der Trauer Worte geben. Über den Tod und das Abschiednehmen

Herbert Scheuring

Ein Buchtipp von Martina Eckhardt

Trauer macht sprachlos, diese Erfahrung musste ich in den ersten Monaten nach dem Tod unseres Sohnes machen. Wie oft habe ich einen Satz angefangen und konnte ihn nicht mehr zu Ende sprechen… es fehlten die Worte, wie ausgelöscht. Der literarische Wegweiser des Autors Herbert Scheuring umfasst die persönlichen Erfahrungen ganz unterschiedlicher Autoren, die selbst eine tiefe Verlusterfahrung haben, beispielsweise Conni Palmen, Julian Barnes, Marie Luise Kaschnitz und Gordon Livingston.
Christoph Schlingensief schreibt schonungslos ehrlich über seine Erkrankung. Jeder Autor schreibt aus seinem persönlichen Erleben heraus, deshalb sind diese ganz persönlichen und intimen Texte glaubhaft und nachvollziehbar.
Oft werde ich gefragt, warum ich Bücher über Tod und Trauer lese. Wozu? Vielleicht lesen wir auch, um zu wissen und um zu spüren, dass wir nicht alleine sind. Ein Buch ersetzt keinen lieben Wegbegleiter, der uns in unserem Schmerz aushält, doch wir Trauernde finden beim Lesen „Verbindendes“. Manchmal auch ein wenig Trost.

„Vielleicht besteht darin die Wundermacht des geschriebenen Wortes: es erlaubt uns, die Erinnerung zu bewahren, das Leiden in Kraft zu verwandeln.“ (Isabel Allende, Briefe an Paula.)

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Männer trauern als Männer

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